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1954
in Zagreb, Kroatien geboren
1972 - 1978
Studium der Anthropologie, Anglistik und Literaturwissenschaft an der Philosophischen Fakultät in Zagreb
Bildhauereistudium an der Kunstakademie, Zagreb
seit 1986
Einzel - und Gruppen Ausstellungen in Kroatien, Deutschland, Schweiz, Österreich und in den Niederlanden
seit 1989
lebt und arbeitet in Köln
Einzelausstellungen / Auswahl / :
2016 Restrospective: Kružni tok /Kreisverkehr /Roundabout; Gallery "Prsten", Zagreb, Croatia
2013 "Calligraphic Landscapes", site specific installation- Spinnerei, Leipzig
2012
"ArcheFarb", Kunst im Technologie Park , Bergisch Gladbach (mit S. Goedecke)
Art Projekt "BE HAPPY Gallery", Haidakhan, Indien (mit S. Goedecke)
2010
"Invisible Rose", Atelier Mestrovic, Zagreb
2008
"Schriftlandschaften", Gallery ArtDepot, Innsbruck ( mit S. Samyi )
2007
"More- Amore", Art 21 Meneghello, Palmizana, Croatia
"Liste", Kunst Messe, Köln, Alexa.Jansen.Galerie, Köln
Roland Berger – Strategy Consultants Büro, Zagreb
2006
RECALL ATLANTIS ; Gallery Karas, Zagreb
2004
"Bildobjekte und Skulpturen", Alexa.Jansen.Gallery, Köln
"Skulptur Draussen" , Köln
1992
"ERDE, KRIEG, ASCHE" , Rathaus, Köln
1990
"ERDE-TON", Eurozentrum, Köln
1989
"FESTUNGEN", Galerie PM / Erweiterte Medien /, Zagreb
"LANDSCHAFTEN" , Gallery Zagreb, Zagreb
1988
"Zeitraum", Galerie am Baseler Tor, Karlsruhe
1986
"Shapes of Memory", Gallery DDT, Zagreb
Gruppenausstellungen und Projekte / Auswahl:
2017 Personal Structures - Open Borders, Palazzo Mora / Biennale Venice, Italy
- Basel Art Week - Artbox. Project Basel 1.0, International Airport Basel, Switzerland
- "The Wall I" - Photo Gallery Grin, Umag, Croatia
- "The Wall II", Palazzo Gravisi, Kopar, Slovenia
2014 "Poesie in Glas", BV Galerie, Klagenfurt
2013 "Gegensätze", Sächsisches Staatsministerium der Justiz und für Europa, Dresden
"One-Sided-Story" , Spinnerei, Leipzig – Residency Programme
"Calligraphic Landscapes / Hommage a Sei Shonagon", Temporary site specific installation,
Halle 14, Spinnerei, Leipzig
2006
art.fair 06, Alexa.Jansen.Gallery, Köln
2005
art.fair 05, Alexa.Jansen.Gallery, Köln
"flora(l) _ neu", Alexa.Jansen.Gallery,Köln
art frankfurt 2005, Alexa.Jansen.Gallery, Köln
2004
"Querblick", Stadtmuseum Köln
Gallery Art Felchlin, Zürich – Skulpturenpark Schwyz
2003
Skulpturenprojekt, Alexa.Jansen.Galerie, Köln, im Schloßhotel Lerbach, Bergisch Gladbach
2002
Skulpturengarten, Köln
1998
"DAS MEER", DW, Köln, Konzept und Organisation, Kroatische Künstler über das Thema Meer
1996
Projekt "DEA SYRIA", Frauenmuseum, Bonn
1993
Idee und Konzept für das Projekt RECALL BYBLOS , Zusammenarbeit von Künstlern,
Publizisten und Wissenschaftlern aus Zagreb und Köln
Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen
Mitherausgeberin des Kunstbuches
1993
RECALL BYBLOS II, Zagreb - Museums-und Galerie Zentrum MGC
1991
"Kunst, Europa", Siegen
IV. Trienale der kroatischen Bildhauerei, Gliptoteka, Zagreb
1988
III. Trienale der kroatischen Bildhauerei, Gliptoteka, Zagreb
Ihre Arbeiten sind in mehreren privaten und öffentlichen Sammlungen in Deutschland, Kroatien und
Österreich vertreten (unter anderem : Stadtsparkasse, Köln; Prüfungsverein Deutscher Banken, Köln).
Publikationen / Auswahl:
2016 Monography KRUŽNI TOK / KREISVERKEHR / ROUNDABOUT; Published by HDLU /Croatian Association of Visual Artists/, Zagreb supported by Ambassy of the Federal Republic of Germany, Goethe Institute, Ministry of Culture of the Republic of Croatia, City of Zagreb
ISBN: 978-953-8098-11-6
2010 Katalog zur Ausstellung "Invisible Rose", Hrsg. Anita Kontrec in Zusammenarbeit mit
Muzeji Ivana Mestrovica, Kultusministerium der Republik Kroatien und der Stadt Zagreb;
ISBN 978-953-7396-03-9
2006 Katalog zur Ausstellung "Recall Atlantis"; Hrsg. Anita Kontrec in Zusammenarbeit mit HDLU /
Berufsverband der Bildende Künstler Kroatiens, Kultusministerium der Republik Kroatien und der Stadt Zagreb
ISBN 953-6508-32-x
1993
Katalog /Kunstbuch "Recall Byblos - Kunst der Mitteilung" Mitherausgeberin Anita Kontrec in Zusammenarbeit mit
dem Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen, Stadt Aachen und Stiftung "Kunst und Kultur NRW";
ISBN 3-929292-14-9

Seit ihre erste Einzelausstellung „Shapes of Memory“ widmet sich die Künstlerin der Frage: „Wie kann ich das Immaterielle und Nichtsagbare / Nichtsichtbare in der Sprache der Kunst sichtbar und erlebbar machen?“ Dafür verwendet sie unterschiedliche Materialien: für ihre Skulpturen überwiegend Schamottton (aber auch Stein, Bronze, Gips, Wachs, Filz), für ihre Bildobjekten Kunstharz mit Pigmenten und Papier für ihre Zeichnungen und Installationen. Ihre Vielseitigkeit manifestiert sich auch in der breite Thematik die sie als Künstlerin und Literaturwissenschaftlerin/Autorin zum Ausdruck bringt, wobei sie in den lebendigen und sehr kreativen (scheinbaren) Chaos nie der „roten Faden“ und ihre künstlerische Intention verliert . Der gemeinsame Nenner alle ihre Ausdrucksformen – sei es im Wort, Bild oder Form – ist eine unverwechselbare poetische und meditative Qualität.

 

Einschnitte und Kontinuität

Vom Staub zum Licht! So kurz und knapp möchte man den künstlerischen Weg von Anita Kontrec beschreiben – als Aufstieg vom grobstofflichen Erdmaterial ihrer ersten Skulpturen hin zu den subtilen Lichtwirkungen und zarten Transparenzstufen ihrer jüngsten Bildobjekte. Doch eine solche Kurzformel würde nur die „vertikale“ Achse ihrer Entwicklung markieren und darüber hinwegtäuschen, dass Kunst- und Lebenswege selten geradlinig verlaufen. Die Form lebendiger Entwicklungen scheint viel eher die Spirale zu sein. Und so auch im Falle von Anita Kontrec, für die ihre Übersiedlung nach Deutschland im Jahr 1989 sowie der Krieg in ihrer kroatischen Heimat markante Einschnitte in Biografie und Werk bedeuteten und unvermeidlich Richtungsänderungen bewirkten. In ihrer Zagreber Ausstellung „Recall Atlantis“ zieht Anita Kontrec insofern eine Zwischenbilanz, als sie nach zwanzig Jahren an den Ort ihrer künstlerischen Anfänge und ihrer ersten Einzelausstellung zurückkehrt, um mit den Mitteln ihrer aktuellen Bildobjekte noch einmal ihre Grundthemen zu bearbeiten.

 

Peter Lodermeyer, aus dem Katalog Recall Atlantis

 

"Typisch für den künstlerischen Ausdruck von Anita Kontrec sind einfache Formen, die aber dennoch immer, im Gegensatz zu geometrischer Strenge, organisch bleiben. Die Formen der Seifenblöcke in verschiedenen strahlenden Farben fügen sich somit perfekt in die Formensprache der Künstlerin ein. Farben sind für Kontrec nämlich auch die Träger der Formen und Energie und nicht nur die koloristische Flächen. Diese skulpturale Anwendung der Farbe hat sie in mehreren Zyklen ihren Bildobjekten aus Kunstharz, an denen sie seit 2004 arbeitet, gezeigt. Ebenso charakteristisch ist die Verwendung von Alltagsmaterialien ( Schamott, Kunstharz, Zement, Gips, Holz, Sandpapier, Wachs, Filz, Papier, Seife), die durch die künstlerische Bearbeitung zu neue, erweiterte Wahrnehmung unserer Umwelt führen. Anita Kontrec gelingt diese Umwandlung der alltäglichen Materialien auf eine erstaunlich verspielte, humorvolle und fantasievolle Art und Weise, auch wenn sie über äußerst ernsthafte Themen spricht sowie in ihren neusten Projekt Vanishing Beauty."

 

Julia Ritterskamp